Länder

cooltext1816093838.png

In Myr liegt das Zentrum der Welt – die Stadt des Lichts Cantera; Sitz des Thearchen und Kulturhauptstadt der bekannten Welt. Alle Augen richten sich dem myrischen Imperium zu. Seit Jahrhunderten regiert der Gottkaiser Myrion auf dem Lichtthron und bringt Ordnung und Frieden in die gesamte Welt. Die verschiedenen Provinzen werden ebenfalls von Cantera aus gesteuert. Senatoren, Abgesandte der Länder, die unter Lichtherrschaft stehen, bilden den Senat und vertreten die Interessen ihres Volkes vor ihrem Thearchen.
Die Kultur ist dekadent. Besonders in Cantera wissen die Bewohner, dass sie den Mittelpunkt der Welt darstellen und alle Augen auf sie gerichtet sind. Prunkvolle Feiern, ausladende Orgien und blutige Spiele, in denen vor allem Ketzer wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen werden, dienen der allgemeinen Belustigung. Auch Intrigen sind an der Tagesordnung, auch wenn die Comes, die Oberschicht, vor allem gegenüber des einfachen Volkes gerne ein makelloses Äußeres aufrecht erhält.
Waffen dürfen in der Stadt nur von den Lichtwächtern getragen werden, den Leibwächtern des Thearchen, der gleichzeitig Oberhaupt der weltlichen und der geistigen Macht darstellt. Ansonsten kleidet sich auch der ärmste Bürger lieber in teurere Stoffe und hält sich dafür mit Nahrung und Wohnsituation zurück. Ein Besuch in der großen Arena ist jedoch für jeden Canteraner beinahe einmal im Monat eine soziale Verpflichtung und kostenfrei, ebenso wie es die dort verzehrten Speisen, dem eigenen Sozialstatus angepasst, sind.


cooltext1816095616.png

Wüste. Dies ist, was Reisenden zuerst über dieses Land in den Sinn kommt. Heiße Sonne, glühender Sand, grüne Oasen.
Es gib nur wenige Städte, die sich ausnahmslos an Flüssen befinden. Wasser ist ein Privileg der Reichen und diese stellen ihre Dekadenz offen dar. Springbrunnen und ausladende Gärten mit exotischen Pflanzen zieren ihre Paläste, während nur wenige Straßen weiter die Ärmsten der Armen verdursten.
Doch auch die Wüste ist belebt. Karawanen ziehen von Oase zu Oase durch die Glühenden Sande auf Pfaden, die nur ihnen selbst bekannt sind. Ihr Leben ist hart und von Entbehrungen gezeichnet, aber nur wenige würde diese Freiheit gegen ein Leben in den Mauern einer Stadt tauschen.
Die Kleidung der Temahr ist sehr den eigenen Lebensumständen angepasst. Die Reichen tragen luxuriöse Stoffe und Seide, mit Gold verziert, während die weniger gut betuchten auf bunt gefärbte Leinenkleidung ausweichen. Nur die Ärmsten tragen ungefärbtes Leinen, da das Wenige, was sie zum Leben brauchen, nicht für die teureren Stoffe reichen würde.
Diese Provinz des Imperiums ist unter der Herrschaft des Thearchen nicht sonderlich glücklich, denn es kostet sie viel ihrer alten Kultur und ihre gesamte Autonomie.


cooltext1816094179.png

Alba ist dadurch gezeichnet, dass viele Kulturen in dem flächengrößten Land zusammenkommen. Mit den Eisenzähnen, dem höchsten Gebirge der bekannten Welt, bietet Alba auch den Zwergen eine Heimat. Viele von ihnen leben in ihren unterirdischen Städten, doch ab und zu findet sich auch ein Zwerg in den großen Städten. Das Klima ist gemäßigt und der König von Alba residiert in der Hauptstadt Seeheim. Unter ihm steht der Adel und dieser wiederum verpachtet seine Ländereien weiter, so dass sich eine strukturierte Lehenspyramide aufgebaut hat.
Der Glaube dort ist gut gemischt. Während der Adel sich zumindest öffentlich eher zu Pyron erkennt, ist gerade im einfachen Volk eher die Verehrung der anderen Götter verbreitet. Ab und zu soll es sogar jemanden geben, der den gefallenen Göttern huldigt. Ihre Zahl und ihre Aufgaben unterscheiden sich dabei jedoch von Stadt zu Stadt, so dass kaum erkennbar ist, ob sie sich altes Wissen haben aneignen können oder nicht.
Auch viele Elfenhaine befinden sich in diesen Landen, sehr zum Unmut der Zwerge. So ist dieses Land wohl das grünste auf dem Haupkontinent. Es fällt mehr Regen als in allen anderen Ländern, sodass sich etwas Grün halten konnte und es an manchen Orten, besonders in der Nähe der Eisenzähne einige fruchtbare Wiesen befinden, die auch als Kornkammer des Reiches genannt werden und vielen Bauern als Lebensgrundlage dienen, die diese Nahrungsmittel nach Abgabe des Zehnts in den Städten verkaufen können.


cooltext1816093533.png

Je weiter man in den Norden kommt, umso kälter wird es in Vislejna, bis schließlich die Socken in den Schuhen gefrieren und Wasser erst erhitzt werden muss, dass man es trinken kann, selbst im tiefsten Sommer.
So rau wie die Landschaft ist, so rau sind auch die Sitten des von vielen als barbarisch bezeichneten Volkes, das dort oben lebt.
Tatsächlich haben sie seltsame Bräuche, die einem Besucher aus dem Süden seltsam vorkommen könnte. Auch lieben sie fast genau wie die Zwerge einen guten Krug ihres bekannten Honigweins. Familie und Heimat ist ihnen wichtig und sie sind hervorragende Seefahrer, von denen es heißt, sie haben bereits Länder jenseits der bekannten Grenzen gefunden.
Ihr Leben ist einfach und vom täglichen Kampf gegen das Überleben gezeichnet. Eine Erbfolge und Herrscherfamilien kennen sie nicht. In ihren Dorfverbänden – es gibt nur eine einzige große Stadt, die im Sommer beinahe ausgestorben, im Winter jedoch überfüllt ist – wählen sie ihren Vorsteher nach den Kriterien, wer am besten für die Gemeinschaft ist.
Ihre Magier sind Naturzauberer und nur selten kommt ein Schriftgelehrter aus den Reihen der Vislejna.


cooltext1816094876.png

Acat ist eine Insel, die trotz der Schicksalsschläge begrünt ist. Doch der Schein trügt. Statt dass dieser Dschungel Leben spendet, ist er tödlich. Giftige Tiere, tödliche Pflanzen und Untote, die sich wohl erheben aufgrund der Nähe zum Untotenreich Elarin und den hiesigen Bräuchen an Blutopfern, machen eine sichere Reise durch den ungezähmten Urwald nahezu unmöglich. Trotzdem leben hier Menschen. Tief verborgen, in alten Ruinen, die von einer Hochkultur zeugen, in den Wipfel von meterhohen Bäumen in hölzernen Hütten, leben die Bewohner dieses Landes. Einst, so heißt es, lag der Ursprung menschlicher Zivilisation in diesen Landen, doch spätestens seit den Götterkriegen ist dies Vergangenheit.
Nun hängen die Bewohner grausigen Riten an, die Blutrituale verwenden, um Pyron gewogen zu stimmen. In den zerfallenen Stufenpyramiden ihrer Vorfahren sollen Kannibalen hausen, die geschützt von ihren Untoten auf andere, friedlichere Stämme Jagd machen – aber auch vor Abenteurern keinen Halt machen.
Einst gab es einen Sonnenherrscher, doch seit jenen Tagen ist viel Zeit vergangen. Jedes Dorf ist eigenständig, mit eigenen Bräuchen, ja sogar einem eigenen Dialekt der Sprache. Von einem bedeutsamen Reich der Sonne ist Acat seither in primitive Unbedeutsamkeit gerutscht.


cooltext1816207026.png

Einst war Palor das magische Reich der Hochelfen. Große Städte, magische Spielereien, immerwährender Frühling. Das ganze Land war durchtränkt von den Zaubern der Elfen. Über all dem regierte die hohe Königsfamilie in ihrer Hauptstadt, ein Kunstwerk von Baukunst und Magie. Völker aus allen Ländern kamen dorthin, um an der großen Akademie die Kunst der Magie zu erlernen oder neues Wissen zu erlangen. Dann kam der Götterkrieg. Feuer fiel vom Himmel und noch immer erinnern sich viele Elfen an die schrecklichen Monate, in denen die meisten von ihnen zugrunde gingen. So wurde ihre Kultur fast gänzlich vernichtet, ihre Städte zu Ruinen verwandelt.
Nun liegt das Erbe der Hochelfen in Trümmern, die Knochen ihres weisen Königs liegen unter der Asche des Krieges begraben. Die wenigen Elfen, die überlebt haben sind nur noch Schatten ihrer selbst. Städte, die nicht einmal ansatzweise an das herankommen, was sie einst erschufen, verlorenes Wissen und Zeiten betrauern. Viele sind dem Wahnsinn anheim gefallen oder haben sich in einen magischen Schlaf gesungen, um erst wieder zu erwachen, wenn die Zeiten besser geworden sind. Die anderen des gebrochenen Volkes munkeln von neuen Zeiten und dass der weise König eines Tages aus dem Grabe zurückkehren wird, um sein Volk in eine neue glorreiche Zukunft zu führen..


cooltext1816557633.png
Talindra – Elfen


cooltext1816207978.png

In den Steppen Siyeras leben die Halblinge in kleinen Dörfern. Große Städte gibt es seit den Götterkriegen nicht mehr. In kleinen Familienbunden führen sie ihre Dörfer, während immer wieder Fehden zwischen den einzelnen Dörfern den Frieden stören. Der Herrscher Tolkas ist viel mehr nur noch nominell König der Halblinge seit das myrische Imperium einmarschiert ist und versucht hat, zu missionieren. Offiziell untersteht Siyera als unterworfene Provinz dem Thearchen.
So ist es kaum verwunderlich, dass immer wieder Unruhen bei den Halblingen ausbrechen, die sich dann gegen die Besatzer wenden.
Die wenigen Menschen, die in dem Land leben fühlen sich ebenfalls eher den Halblingen als den myrischen Truppen verbunden.
Legendär sind jedoch die Feste der Halblinge. Sie lieben es zu feiern und selten in kleinem Kreis. Als Gast oder sogar Ehrengast auf einer Feier zu sein, ist ein Erlebnis, das mit kaum etwas zu vergleichen ist. Essen in Hülle und Fülle, Bier, Kartoffelschnaps, Tanz und Musik gibt es an diesen Tagen und es ist wahrlich keine Zeit für Traurigkeit.
Viele Bräuche jedoch der Halblinge wurde durch die myrischen truppen zerstört und ihre Lager sind überall über das Land verteilt. Immer wieder sieht man Soldaten unter Myrions Banner marschieren, die auch solche Feiern gerne aufreiben und stören, denn in alter Tradition finden diese im Sinne Damaskars statt – ein Grund alle Anwesenden als Ketzer zu betitulieren.
Die Grenze zu Elarin hingegen ist dagegen ruhiger. Trotz aller dunklen Geschichten, die man aus diesem Land hört, hat bisher keine Armee Untoter versucht, das schon geschwächte Land Siyera zu besetzen. Allein die verbrannte Erde und die noch kargere Vegetation ziehen sich noch einige Meilen hinter die Grenze.


cooltext1816095137.png

Elarin soll einst ein schönes und blühendes Land gewesen sein. Doch dies ist es schon lange nicht mehr. Schon vor den Götterkriegen hat ein Unglück das einst fruchtbare Reich befallen. Nun ist es ein Land, in dem sich die Toten erheben, auch ohne dass ein Nekromant sie mit unheiligem Leben erfüllt. Die wenige Vegetation zerfällt unter einer groben Berührung, der Boden ist zu toter Asche verbrannt. Dennoch leben Menschen dort. Furcht erfüllt ihre Herzen. Misstrauen und Armut ist in ihren Städten alltäglich. Ein Fremder wird selten freundlich begrüßt. Viel eher werden Fensterläden geschlossen, eilig verschwinden Mütter mit ihren Kindern von den dreckigen Straßen und Männer greifen nach ihren Waffen, sollte jemand so leichtfertig sein und die Grenze zu diesem Land überschreiten.
Die Hauptstadt Taris ist die größte Stadt in Elarin und Sitz des Herrschers. Niemand hat ihn zu Gesicht bekommen, fest steht bloß, dass er seine Untoten über das Land schickt, dass diese seine Aufgaben erledigen, während er selbst, wie die Städter vermuten – in seiner Festung sitzt und sich zahlloser Paladine erwehren muss. Tatsächlich entsendet die Kirche immer wieder Truppen nach Taris, da jedoch außerhalb des Landes dieses Reich als unbekannter Fleck Erde gilt, kehren diese Trupps nur selten mit verwertbaren Berichten lebend oder zumindest unverletzt zurück.


cooltext1816094480.png

Mitten im Nebelmeer, hinter den Nebeln, liegt das sagenumwobene Reich Jintao, die vier Inseln, die von den Götterkriegen unberührt geblieben sein sollen. Grüne Wälder, fruchtbare Felder soll es dort geben, geschützt von einem uralten Zauber. Zahlreiche Abenteurer machten sich dahin auf, doch sobald sie keine Küste mehr hinter sich hatten, verloren sie jegliche Orientierung. Selbst die besten Seeleute finden keinen Weg aus den Nebeln und zahlreiche Schiffe zerschellten an unsichtbaren Riffen oder verschwanden ohne jede Spur. Würde nicht ab und zu ein Fremder auftauchen mit fremden Gebahren und von den Wundern des Vier-Insel-Reiches erzählen, würden viele diese Legenden wohl als Spuk abtun.
Jedoch konnten bereits einige Beschreibungen gesammelt werden. Trotz der hohen nördlichen Lage soll ein gemäßigtes Klima auf den Inseln herrschen. Bambuswälder und Reisfelder prägen das Landschaftsbild, während die Kultur sehr streng aufgebaut ist, ja schon hierarchisch. An oberster Spitze soll der Goldene Drache stehen. Ob dies ein Titel oder ein wahrer Drache, eines jener mythischen Wesen, die einst die Himmel beherrscht haben sollen, ist wohl bloß den Bewohnern des Landes bekannt – und die schweigen darüber. Danach folgen Krieger und Magier, dann in absteigender Reihenfolge Bauern, Händler, Handwerker und die, die als unwürdig betrachtet werden.


cooltext1816207597.png

Im Süden des Kontinents liegt das Orkland. Wildes, unzivilisiertes Gebiet, das die herumstreifenden nomadischen Orks als ihre Heimat ansehen. Viel ist darüber nicht bekannt, bloß dass sich zumindest im Norden keine Stadt erhebt und die trockene Steppe nur wenigen Tieren eine Heimat bietet. So ziehen die Orks mit dem Wind und kümmern sich nicht sonderlich um die anderen Völker, solange sie ihnen fernbleiben.

Länder

Schicksalsdämmerung Nurashin Nurashin