Untote

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Streng genommen haben Untote keine eigene Kultur. Auch wenn sich schon vor den Götterkriegen in Elarin Untote selbstständig erhoben, so hatten sie nie genug eigenen Willen, eine eigene Kultur zu errichten, da viele von ihnen an den Willen ihres Nekromanten gebunden waren, der sie erhoben hat – oder sie unterwarf sofern es freie Untote waren.
Es gibt verschiedene Arten der Untoten, doch auch viele Dinge sind ihnen gemein. Zum einen brauchen sie weder Schlaf, noch Essen oder Trinken, da ihr Körper vor mehr oder weniger langer Zeit bereits gestorben ist. Auch weisen sie unterschiedliche Stadien der Verwesung auf – von den harmlosen Geistern, über die Zombies und Ghule bis hin zu den wandelnden Skeletten.
Dieser leblose Zustand ist es auch, der verhindert, dass die Untoten einmal geschlagene Wunden nicht auf natürlichem Wege heilen. Allein die Macht eines Nekromanten und ein langwieriges Ritual können diese wieder schließen. Heilmagie hingegen führt dazu, dass die Wunde weiter aufreißt und die heilige Magie richtet auch weiteren Schaden an dem mit unheiliger Magie erfüllten Körper an.
Doch im Gegenzug ist ein Untoter immun gegen jegliche Krankheiten und Gifte – auch wenn erfahrene Nekromanten munkeln, es gibt sogar solche, die einzig und allein Untote befallen.

Gesichertes Auftreten von freien Untoten
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Irrlichter

Irrlichter, unter Nekromanten auch Ignis Fatui genannt, sind keine echten Untoten an sich. Vielmehr sammeln sich unheilige Energien an jenen Orten, an denen jemand gewaltsam zu Tode gekommen ist. So glimmen sie des Nächtens in verschiedenen Farben und ziehen unvorsichtige Wanderer oft von ihrem sicheren Weg ab, an den Ort, wo das schreckliche Verbrechen geschehen ist, nur um den Wanderer dann selbst in den Tod zu stürzen. Allein einige Asron-Priester und Nekromanten wissen, wie man sich dieser Plage entledigen kann. Tatsächlich ist die Anzahl der Irrlichter seit den Götterkrieger immer drastischer angestiegen – ein weiterer Grund, weswegen das Reisen immer unsicherer wird.

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Geister

Manchmal kommt es vor, dass eine verstorbene Seele keine Ruhe findet. Auf ewig an das Diesseits gebunden, wandeln sie über Samarans Antlitz, bis sie erlöst oder von einem Nekromanten versklavt werden.
Sie sind die schwächsten Untoten. Ihre Gestalt glimmt unheimlich in einem grünen oder blauen Schein und durch ihre Körperlosigkeit, ist es ihnen möglich durch Wände zu gehen. Wenige sind als Poltergeister auch in der Lage, Gegenstände mit ihrem bloßen Willen umzuwerfen und so des nächtens auf sich aufmerksam zu machen.
Die meisten Geister sind friedfertig und bloß geblieben, da eine unerledigte Aufgabe noch auf sie wartet, doch einige von ihnen können durchaus als bösartig gelten. Einige von diesen sind in der Lage, in Personen einzufahren und sie zu besetzen und zu kontrollieren.
An magischen Fähigkeiten haben Geister nur wenige Möglichkeiten, selbst wenn sie in ihrem Leben mächtige Magier gewesen sind.

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Wiedergänger

Als eine Unterart der Geister können die Wiedergänger betrachtet werden. Wesentlich mächtiger und von Rachegedanken beseelt, die sie antreiben. Sie können körperliche Gestalt annehmen und Zauber wirken wie Furcht oder Schmerz. Auch können sie Schlafenden Albträumen bringen.
Meist sind sie gewaltsam ums Leben gekommen und dementsprechend oft bei alten Schlachtfelder anzutreffen. Jedem Wiedergänger kann man ansehen, unter welchen Umständen er ums Leben gekommen ist – mag ein Ertrunkener aufgedunsen und schwammig wirken, ist ein Gefallener in der Schlacht gezeichnet von Blut an seinem Körper und mit Verstümmelungen übersät.
Die einzige Möglichkeit zu verhindern, dass ein Getöteter sich wieder erhebt, besteht darin, dass man seinen Körper verbrennt oder mit Schutzsiegeln beschreibt, die jedoch nur einigen Asron-Priester bekannt sind.

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Zombies

Ein Zombie allein ist keine sonderliche Gefahr, stellen sie doch eine niedere Art der Untoten dar, doch meist tauchen diese Kreaturen in Rotten auf, was sie durchaus zu einer Bedrohung macht. Hirnlose Untote, halb verwest mit sich niemals schließenden Wunden, hungern sie nach der Lebenskraft der Sterblichen. Einzig und allein der Hunger treibt sie an und zieht sie in die Nähe der Zivilisation.
Ihre Körperkraft ist durchschnittlich und sie sind langsam. Magie können sie nicht anwenden, doch ein unbehandelter Biss eines Zombies führt zu einer Ansteckung mit der Untotenseuche, was den Körper des Opfers langsam zersetzt, bis es schließlich ebenfalls stirbt und sich als Zombie erneut erhebt.
Der Verlauf der Krankheit ist dadurch gekennzeichnet, dass sich zuerst Fieber und Schlafstörungen einstellen, bis sich ein Hunger auf rohes Fleisch entwickelt. Im Endstadium verursacht die Seuche höllische Schmerzen in den Eingeweiden des Infizierten, während die inneren Organe sich langsam zersetzen, woran er dann am schließlich auch zugrunde geht.

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Schatten

In der Nacht unsichtbar und auch am Tage kaum zu erkennen, solange sie sich in den Schatten aufhalten sind die als Schatten bekannten Untoten. Geisterhafte Kreaturen, erschaffen aus der Seele und der Lebensenergie eines Opfers werden sie als unsichtbar Späher und Attentäter eingesetzt. Eine Berührung eines Schattens entzieht Leben und die einzige Warnung soll ein kalter Lufthauch sein, der einen trotz heißester Sonne erschaudern lässt. Ein gewispertes Wort von unsichtbaren Lippen soll Angst bringen, die Anwesenheit eines Schattens in der Nacht erschafft angeblich schlimmste Albträume.
Einzig allein ein Schutzkreis aus Salz oder eine Kette aus Bern soll diese Kreaturen fernhalten.

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Ghule

Zerfallen mit Resten von toten Fleisch, das sich straff über die ausgebleichten Knochen zieht, sind Ghule in jeder untoten Horde ein üblicher Anblick. Beinahe kann man sie als die typischen Untoten bezeichnen, wenn es solcherlei geben mag, jedoch haben sie durchaus eine eigene Persönlichkeit, solange kein Nekromant diese mit seinen Bännen unterdrückt. So sind auch ihre Fähigkeiten und ihr Aussehen ganz unterschiedlich, wobei perfektionistisch veranlagte Nekromanten dahingehend noch Unterscheidungen getätigt haben.
Ein durchschnittlicher Ghul, den die Nekromanten als Draugr bezeichnen, ist ein Diener mit durchschnittlicher Stärke und einer beinahe an Lebende anmutende Geschwindigkeit, so dass sie als Soldaten eingesetzt werden oder als Diener im Gefolge eines Nekromanten. Magie ist ihnen unbekannt.
Dann gibt es die Strigae. Dies sind die Magier unter den Ghulen. Ihre körperliche Stärke ist zu vernachlässigen, doch haben sie Wissen und waren ausnahmslos im Leben einst auch magisch begabt. Ihre Intelligenz kommt denen der Sterblichen gleich, in manchen Fällen übertrifft sie diese sogar, auch wenn die Nekromanten behaupten, dies liegt daran, wie ihre geistigen Fertigkeiten vor dem Untod gewesen sind.
Lamassa hingegen werden als Späher eingesetzt und sind schnell und wendig, aber ohne besondere Stärke oder magische Fähigkeiten.
Die mächtigsten unter ihnen sind die Schwarzen Ritter. Nekromanten führen diese Art der Ghule als eigenständige Kreatur, denn es benötigt größeres Wissen, eine solche Kreatur zu erschaffen. Körperliche Stärke, ein scharfer Verstand und die Fähigkeit Untote zu heilen, machen sie zu beliebten Anführern und Befehlshabern, die durchaus selbstständig agieren und Situationen einschätzen können.

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Wandelnde Skelette

Skelette sind jene Untoten, die kein Fleisch mehr auf den Knochen haben. Ähnlich den Ghulen sind sie zahlreich in den Gefolgen von Nekromanten vertreten. Sie sind ähnlich stark und schnell wie die Ghule, wobei nicht so ein strenger, nach Verwesung stinkender Geruch von ihnen ausgeht, weswegen einige Nekromanten Skelette eher als Diener in ihren Wohnstätten verwenden und Ghule als Armeen und Kämpfer losschicken, um Feinde einzuschüchtern.
Ähnlich wie bei Ghulen sind Skelette unterschiedlich, doch mit weitaus weniger Individualität und Persönlichkeit ausgestattet.
Im Groben unterscheidet man zwischen den Skelett-Kriegern und den Skelett-Magiern. Böse Zungen zählen die Liche als eine Unterart der Skelett-Magier; eine Sache, die den meisten Nekromanten missfällt, doch sind die Beschwörungen in beiden Fällen zumindest in den Grundzügen zu ähnlich, um es einfach übergehen zu können.

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Mumien

Mumien sind sorgfältig einbalsamierte Leichen, mit viel Geschick präparierte Tote, die dann erhoben werden. Anders als Ghule und Skelette haben sie Fleisch auf den Knochen, das sich auch nicht ablöst. Stattdessen sind alte, meist ausgebleichte Bandagen um ihren gesamten Körper gewickelt. Sie besitzen eine übermenschliche Stärke und Widerstandskraft, mehr noch als andere Untote. Auch sind zahlreiche von ihnen in der Lage, Magie zu wirken, wie Ungeziefer zu kontrollieren oder Sand aufzuwirbeln. Doch sie können nur lange in trockenen Gegenden überdauern, da sie ein trockenes, heißes Klima benötigen. Seit den Götterkriegen hat sich dementsprechend die Nutzung von Mumien vermehrt, da die meisten Gebiete trocken und heiß sind und nur in Alba oder dem Norden etwas mehr Niederschlag fällt.
Eine besondere Unterart sind die Moorleichen. Auch sie zählen als Mumien, doch sie sind durch einen qualvollen Tod in einem Moor konserviert und benötigen dementsprechend auch nicht das heiße, trockene Klima. Jedoch ist ein solcher Toter schwerer aufzufinden oder vorzubereiten, weswegen diese Art der Mumien mittlerweile fast ausgestorben ist.

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Knochengolems

Ein verstörender Anblick unter den Untoten sind die Knochengolems. Zusammengehalten mit der Macht eines Nekromanten, sind es gefährliche Gegner, die weder Angst noch Schmerz noch Mitleid kennen und einzig und allein ihrem Auftrag nachkommen – sei es ein Grab zu bewachen, ein Opfer zu jagen oder marodierend durch die Gegend zu ziehen.
Willen und Verstand haben sie keinen und auch ihre Fähigkeiten hängen davon ab, mit was der erschaffende Nekromant ihnen mitgegeben hat. Aus zahllosen Knochen erbaut ist ihr Aussehen auch immer unterschiedlich und dem Willen des Magiers unterworfen, der das entsprechende Ritual beherrscht.
Neben den Knochengolems existieren auch noch Blut- und Fleischgolems; ebenso erschreckend anzusehende und gefährliche Gegner.

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Liche

Liche gehören zu den mächtigeren Untoten. Einst selbst fähige Nekromanten, die den eigenen Tod überwanden und mit einem gefährlichen und geheimen Ritual sich selbst zu Untoten machten – aus Angst vor dem Tod, aus Machthunger oder aus zahlreichen anderen Gründen. Sie sind im Vollbesitz ihrer geistigen und magischen Kräfte und haben eine Affinität zu nekromantischen Zaubern und gelten somit als Krönung einer entsprechenden Laufbahn.
Doch für jeden Nekromanten, der zu einem Lich aufstieg, starben vier weitere bei dem Versuch, da ihre Macht nicht ausreichend war oder sie das Ritual nicht sorgfältig vorbereitet hatten.
Die Liche sind an niemanden gebunden und nach ihrem Tod, als Teil des Rituals, transferieren sie ihre Seele in einen Gegenstand, der fortan ihr Phylakterion, ihr Seelengefäß, ist. Dieses Gefäß ist der wichtigste Gegenstand, den ein Lich besitzt. Sollte das Phylakterion zerstört werden, zerfällt auch im selben Augenblick der Lich zu Staub und seine Seele ist für immer verloren. Jedoch solange der Lich sein Phylakterion besitzt, kehrt seine Lebenskraft in dieses zurück, wenn sein Körper vollständig getötet wird. Dieser Prozess ist schmerzhaft und kostet den Lich einen Großteil seiner Macht, so dass es Jahre braucht, ehe er wieder zurückkehren und als Demi-Lich, einem Lich ohne Körper, Gegenstände oder Personen besetzen kann, ähnlich wie ein Geist. Jedoch anders als dieser behält er auch in diesem Fall seine magischen Fähigkeiten und kann sie von seinem Wirtskörper aus nutzen.
In ihrer ersten Gestalt ähneln sie belebten Skeletten, doch haben sie eine Fähigkeit, die es ihnen erlaubt, nahezu unerkannt unter den Menschen zu wandeln. Die einzigen Unterschiede, sowohl in der Gestalt eines Skelettes, als auch in der menschlichen Gestalt, sind die glimmenden Augen, die von der dunklen Magie zeugen, die den untoten Körper am Leben erhält und, zumindest in menschlicher Gestalt, die immer noch totenbleiche Hautfarbe.

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Mortiscarabaei

Woher genau diese Art der Untoten stammt, ist unbekannt, scheint sie aber wohl aus gigantischen Käfern entstanden und ist auch die einzige Art, die sich ohne einen Nekromanten vermehren kann. Die sechs- oder achtbeinigen Wesen (Nekromanten versuchen den genauen Unterschied zwischen den käferartigen und arachniden Formen noch zu ergründen) sind oft mannshoch mit einem nahezu humanoid anmutenden Oberkörper. Sie sind in der Lage Netze zu spinnen oder zu fliegen und dunkle Zauber zu wirken. Auch ihre Körperkraft ist höher als die von anderen Untoten, wohingegen ihr Fingergeschick fast nicht vorhanden ist.
Kein Nekromant kann diese Art erheben. Stattdessen vermehren sie sich mit einer Brutmutter und können erst dann, möglichst in den ersten Lebensjahren, von einem Nekromanten unter einen Bann gebracht werden.
Versuche, diese Art der Untoten wieder zu erschaffen, führten bloß dazu, dass neue Arten von Golems entstanden. Auch der Ursprung jener Rasse ist selbst den Fähigsten unter den Magiern noch gänzlich unbekannt.

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Todesdrachen

Die einschüchternstern und unzweifelhaft mächtigsten Untoten sind mit Sicherheit die Todesdrachen, auch Draco-Liche genannt. Selten freiwillig, werden diese Drachen von ganzen Zirkeln von Nekromanten erhoben. Die Schwierigkeit dabei ist zuerst einmal ein Skelett eines Drachen zu finden. Dann als nächstes müssen endlose, komplizierte Rituale durchgeführt werden und dann benötigt es einen willensstarken Nekromanten, der durch den Willen des gerade erst erhobenen Drachen bricht, damit dieser sich unter dem Befehl des Nekromanten befindet. Oftmals scheitern viele an diesem Schritt, so dass zahlreiche Todesdrachen frei und ungebunden, mit der vollen Macht eines Drachen und eines mächtigen Untoten über Samarans Himmel ziehen.
Ein Nekromant, der jedoch ein solches Wesen zähmen kann, wird allgemein als Großmeister seiner Kunst angesehen, selbst wenn hinter vorgehaltener Hand zahllose schwächere Magier am Verstand dieses Nekromanten zweifeln, da in ihren Augen die Gefahr viel zu groß ist, es überhaupt zu versuchen.
Nur selten ist ein Drache so verdorben oder verzweifelt, dass er diesen letzten Schritt gehen muss und sein Leben aufgibt. Jedoch anders als die Liche erschafft dieses Ritual kein Phylakterion und der untote Drache hat keine bekannte Schwäche.
Sterbliche Magier, die dieses Ritual versuchten, endeten wenn sie sich überhaupt erneut erhoben, als geistlose Zombies.

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Die Geschichte besagt, dass die Untoten entstanden sind, als die frühen Hochelfen noch im Vergleich zu den heutigen Tagen, unbeholfen mit ihr experimentierten und ihre eigenen Grenzen austesteten. Dabei war es wohl ein Zauber, der eine Überlastung der arkanen Ströme verursachte und alle Anwesenden tötete, während ein Riss im Gefüge der Welt entstand. Doch sollte dieses schreckliche Ereignis nicht die einzige Folge des misslungenen Rituals bleiben, denn schon in der darauf folgenden Nacht erhoben sich die für die Trauernden aufgebahrten Leichname zu neuem, unheiligen Leben.
Nur lange Analysen konnten ergründen, was geschehen war und dass die Grenze, die das Reich der Toten und das der Lebenden auf ewig trennen sollte brüchig geworden war.
Somit ist es seit diesen Zeiten möglich, mit entsprechenden Zaubern Tote zu neuem Leben zu erwecken und verstorbene Seelen zu versklaven.
Die Hochelfen jedoch nutzen fortan nie wieder solche Zauber, doch der Schleier war auf immer zerrissen, so dass Wesen mit finsterer Gesinnung dieses für sich zu nutzen wussten.

Untote

Schicksalsdämmerung Nurashin Nurashin